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Dienstag, 9. Juni 2015

** ....dann eben nicht.... **

Erkennen und fühlen, dass man manchmal an bestimmten Umständen, Personen und Situationen nichts ändern kann - ist frustrierend.
Vor allem, wenn es für einen selber eher weniger schöne Konsequenzen hat.

Man kann es immer wieder versuchen mit dem Glauben an das Gute - nicht aufgeben...sich immer wieder bemühen...merken, dass es einfach zwecklos ist....ein trauriges Gefühl das bleibt.

Immer wieder scheitern, was kann man daraus für sich lernen?

Scheitern bedeutet einfach nur, dass der gegangene Weg nicht der "richtige" war....und doch so wertvoll um daran zu wachsen.
Leider sind die Momente des Erkennens oft sehr schmerzhaft und brauchen eine Weile um sich in was Neues, Schönes wandeln zu können...er liegt in unserer Hand.

Ohne bewerten zu wollen ist das Scheitern eine wichtige Erfahrung, und selten erkennen wir diesen Anteil in unserem Leben als völlig normal und essentiell wichtig an.

Wie geht man damit um, wenn man scheitert?

Auf keinen Fall ist es nötig sich selber zu verurteilen, geschweige sich selber und die eigenen Werte zu verraten...niemals!

Jede Seele hier auf Erden ist eben auf unterschiedlichen Erfahrungsstufen und daher auch mit einem unterschiedlichen Bewusstsein dazu unterwegs...

Wenige Seelen sind dauerhaft auf einem gemeinsamen Level. Das wäre ja zu einfach....und doch ist es so heilsam wenn man in gleicher Resonanz schwingen kann....

Manchmal entwickeln sich Menschen so komplett in andere Richtungen, dass man es kaum glauben kann.
Gerade in Partnerschaften oder langjährigen Bindungen egal in welcher Form, trennt sich jetzt alles radikal, was nicht mehr in das eigene Leben, das eigene wirkliche Bewusstsein passt.

Wenn eine Seele einfach nicht mehr mitschwingt, nicht mehr will - warum auch immer - das ist in Ordnung, tut auch weh - doch diese Option hat jeder zu jeder Zeit.

Es kommt in diesem Leben einfach nur immer wieder auf das "wie" an.

....dann eben nicht....

Jeder darf und soll, kann sich selber finden, erfahren - das ist nötig und wichtig.
Doch auf keinen Fall auf Kosten einer anderen Seele.

Einen anderen Menschen ohne Respekt und Achtung fallen zu lassen, zu quälen, das ist nicht in Ordnung. Es zeigt nur, wo dieser Mensch gerade für sich selber steht.
Die Liebe zu einer Seele "sterben" lassen zu müssen, sich abzuwenden aus Eigenschutz und neue Wege zu gehen, das ist alles andere als einfach oder schön.

....dann eben nicht....bedeutet ein klares "Nein" zu genau diesen Menschen, zu so einer Situation die nicht mehr stimmig ist. Alles was verletzend auf uns wirkt, dient nur dazu, die Erkenntnis zu haben, was wir definitiv nicht mehr wollen und brauchen - was uns hindert nach vorne zu gehen....

Ein ganz ehrliches und klares "Ja" zu uns selber ist die größte Chance überhaupt - ebenso, dass wir uns verzeihen und vergeben.
Das Loslassen von Menschen, Dingen und Situationen die man innig geliebt hat - uns aber jetzt am Atmen hindern...ist dann nicht mehr zu umgehen.

Das Leben ist Bewegung und im dauernden Wandel.
Nimm es in deine eigene Verantwortung, in deine eigene Hand.
Sei dir selber beständig treu und lasse dich durch ein Scheitern nicht ausbremsen.

Sei sicher, die wichtigste Aufgabe in deinem Leben ist dich selber zu lieben, dich selber
wertzuschätzen, bei dir zu sein und zu dir und deinen Träumen und Wünschen zu stehen.

Atme tief ein und lange aus....immer und immer wieder - bis dir klar wird, dass du ohne deinen Atem nichts bist....atme den Moment....atme und fühle....


...."dann eben nicht" wird zu einem "dann eben nicht so - doch dann auf ein Neues, eben anders! 


Donnerstag, 4. Juni 2015

** Momente... **

Zeit heilt nicht alle Wunden - nein, so ist das nicht....auch wenn das so oft gesagt wird.

Es gibt verschiedene Arten von "Lebenswunden".....die einen sind körperlich, die anderen seelisch.
Oft kann man die körperlichen Wunden beheben, korrigieren, medikamentös behandeln....doch alles ist nicht reparabel.
So ist es auch mit unserer Seele.

Unsere Seele ist zart, weich und empfindsam....wie oft wird sie verletzt, durch uns selber oder durch andere.
Weil wir es noch nicht besser wissen wie es geht, verrennen wir uns manchmal im Außen statt zu uns zu kommen. Können noch nicht fühlen oder erkennen was wirklich zu uns gehört, was uns ausmacht.

Momente....Situationen die zu uns kommen, zwingen uns regelrecht in die Knie....wollen uns nichts "antun" - doch bringen sie uns so oft über unsere Grenzen dessen, was wir meinen aushalten zu können und darüber hinaus.

Da hilft auch kein Medikament, dass den "Zustand" herunterdrückt oder dämpft. Denn der Wahrheit ins Gesicht zu sehen, schonungslos - das ist sehr anstrengend und heftig, manch einer traut sich das einfach nicht zu, hat Angst vor sich selber....oder ist einfach überfordert, denn nach innen zu sehen bedeutet Arbeit und Ehrlichkeit sich selber gegenüber.

Momente des Erkennens...Momente nur für sich, ganz alleine....eine Weile....durch das Tal gehen....mit allem was eben dann auf diesem Weg liegt....das ist es, was uns wieder "heil" werden lässt. Der Abstand zu den Ereignissen die uns so traurig machen....die schönen Momente im Leben, die es gibt.

Zeit heilt nicht alle Wunden - sie dient uns dazu den Abstand zuzulassen, zu erfahren und anzunehmen....zu vergeben - vor allem sich selber und weiter zu gehen.
Diesen Weg und diese Momente gefühlt zu erfahren bergen einen riesige Chance....für das Neue, was vor uns liegt - was wir nicht immer gleich sehen können.

Momente vergehen, manche bleiben ein Leben lang in unserer Seele verankert....so oder so....die Zeit heilt nicht alle Wunden, doch sie schenkt uns die Möglichkeit die Dinge mit anderen Augen zu sehen, den Blickwinkel zu verändern und mit Schmerz besser umzugehen.
Schmerzhafte Momente werden leiser....manche verblassen und haben irgendwann keine Macht mehr über uns.

Man kann vieles "verlieren" was einem wichtig und lieb war....diesen "Verlust" kann man auch mit nichts ersetzen, nicht beschönigen....das sind die irreparablen Wunden.
Doch wenn die Zeit der Trauer und des Schmerzes gehen....das Loch bleibt - wir können es mit Herzenswärme und Eigenliebe füllen...Schritt für Schritt, Moment für Moment....das ist unsere Aufgabe.


Du musst nichts tun.....lass dir nichts anderes einreden....
Alles darf sein....damit du dich finden kannst....
Sei mutig und trau dir selber zu, dass deine Seele den richtigen Weg weis....
Werde ruhig und höre ihr zu....lausche....
Nehme dir soviel Zeit wie du brauchst um wieder in deine Mitte zu kommen....
Gehe dem nach, was aus deinem Herzen kommt und lasse dein Licht leuchten....
Fühle deine Liebe, deine Wünsche und Träume....sprenge die Grenzen deines Denkens....

Schenke dich dir selber....ganz und gar....Moment für Moment!





Sonntag, 31. Mai 2015

** ...wie in Watte.... **

Wie in Watte eingepackt....fluffig und tuffig....leicht und zart?
NEIN!

Wie in Watte, eingehüllt und gar nicht wirklich da....


Alle Geräusche sind anderes, alle Gerüche und Gefühle....wie abgeschottet....wie in einer Schutzhülle....

Wie in Watte eingepackt....fluffig und tuffig....leicht und zart?
NEIN!

Alles verändert sich, alles arbeitet und ist in dauernder Bewegung, Schwingung.
Nichts ist mehr wie es wahr....nichts fühlt sich mehr so an....alles ist wie in einem Übergang zu etwas Neuem....nicht bekannten - schwebender Zustand.

Wie in Watte eingepackt....fluffig und tuffig....leicht und zart?
NEIN!

Gefühle, Empfindungen, Eindrücke und Sinne verstärken sich....rufen gerne immer wieder die "alten" Muster ab....wollen bedient werden....

Doch nichts ist mehr wie es wahr....nichts fühlt sich mehr so an....alles ist wie in einem Übergang zu etwas Neuem....nicht bekannten - schwebender Zustand.
Ein "ungewohntes" Bauchgefühl....ein leiser Schubs unserer Seele....ein durchatmen....und einfach "machen"....

Wie in Watte eingepackt....fluffig und tuffig....leicht und zart?
NEIN!

Gefühlt ist es nicht leicht....auszubrechen aus den Mustern....abzugeben und hinter sich zu lassen, was nicht mehr zu uns gehört....
Wann war es schon leicht neue Wege zu gehen?
Wann?
Wer war schon jemals so mutig sich einfach in die Fluten zu stürzen ohne zu wissen ob das Wasser tief genug ist?

Wie in Watte eingepackt....fluffig und tuffig....leicht und zart?
NEIN!

Das JETZT ist weder leicht noch fluffig und tuffig....auch nicht zart.
NEIN - es ist aufwühlend, rüttelnd und schüttelnd. Zutiefst berührend und existenziell manches Mal so heftig.
Der Prozess des Erkennens....wenn sich die Puzzleteile finden....der Moment des Verstehens....oder der Raum dazwischen.....das was bleibt, wenn man einfach loslässt....einfach vertraut....auch manchmal abstürzt und sich wieder erhebt.

Wie in Watte eingepackt....fluffig und tuffig....leicht und zart?
NEIN!

Unsere Seele weis genau was sie braucht, nur unser Ego kontert immer wieder mit schlauen Ratschlägen...versucht uns permanent zu kontrollieren und zu sabotieren.

Der Zustand wenn man sich wie in Watte eingepackt fühlt - das ist der Übergang....der Schutzraum, das Fleckchen Ruhe und Rückzug das wir brauchen um ganz bei uns sein zu können. Und da sollen wir auch bleiben wollen....dürfen....atmen....nur das....Sein....
Einfach hineinfallen lassen....schwebend....leicht, zart....fluffig und tuffig....

...und ein klares NEIN zu allem was mir schadet - ein klares JA zu mir selber!

Alles darf sein, durch mich durchfließen....muss nicht mehr bleiben....kann betrachtet werden auf dem Weg zu mir....meinem neuen ICH....das was immer schon leuchten wollte....wird jetzt geboren....

Wie in Watte eingepackt....fluffig und tuffig....leicht und zart?
JA....ich nehme es an und lasse das Leben durch mich hindurch wirken....jeden Moment so bewusst wie es eben geht....

Schritt für Schritt....Augenblick für Augenblick....ein Atemzug um den nächsten....zurück in mein neues Leben....eine neue Chance!



JETZT!


Sonntag, 24. Mai 2015

** Stromschnellen..... **

Das Leben ist wie ein Fluss....mal ruhig plätschernd, sanft -  mal reißend und wild....
Am angenehmsten ist es, wenn es sanft ist....das Leben....ohne Stress und schlimme Erlebnisse.

Doch wer kann das schon haben?
Bei wem läuft das Leben so ruhig ab, dass er sich um nichts sorgen muss.

Das Flussbett unseres Lebens ist so vielseitig - mal breit, mal schmal - leicht zugänglich oder schwer zu begehen. Wenn wir uns auf unserem Lebensweg umschauen, was sehen wir dann?
Können wir die Wege sehen oder sind sie oft verborgen?
Sehen wir das Licht, den Weg oder ist er noch nicht sichtbar, verhangen von den Ecken und Kanten, den Schlupfwinkeln?

Plötzlich endet das, was vorher im Fliessen war, oder es geht auf ein Mal steil nach unten....ohne Vorwarnung....haben wir es nicht gefühlt oder gesehen?
Haben wir unser Bauchgefühl mit der Stimme unseres Ego´s überredet?
Wie oft wird uns von anderen Menschen etwas erzählt, was sie selber nicht erlebt haben oder man will uns manipulieren....oft sehr gewaltsam.

Wir sind in dieses Leben geboren und gerade jetzt tun sich so viele Seelen so schwer mit dieser großen Veränderung, die uns alle betrifft.
Nicht ist mehr wie es war...egal in welchen Lebensbereichen.
Oftmals sind die Stromschnellen so gewaltig, dass wir aus dem ruhigen, plätschernden einfach heraus raus-gerissen werden, manchmal sogar fast untergehen....

Dieses Untergehen, das Raus gerissen werden birgt zwei Möglichkeiten....unter zu gehen oder zu "schwimmen" mit allem was bleibt....man selbst als Person.
Die Kraft aufzubringen darauf zu vertrauen, dass es weitergeht....auch wenn alles verschwommen und undurchsichtig ist.

Diese Kraft aufzubringen - das ist eine große Herausforderung.
Denn dies bedeutet ganz zu sich zu kommen und bei sich zu bleiben. Das haben wir nicht gelernt....wir sind anders "gepolt" worden....auf Bequemlichkeit und Gewohnheit.
Wie viele von uns fühlen sich klein und nichtig....wie oft wurde uns genau das untergejubelt und glaubend gemacht.

WAS brauchen wir wirklich?
WAS suchen wir tatsächlich?
WAS ist das, was ganz tief in uns nach Erlösung ruft?
Wie können wir diesem Rufen nachgehen?

Die Suche nach innerem Frieden, nach Anerkennung und nach Liebe ist wohl in jedem von uns am rufen, mal leise - mal laut....und unser größtes Ziel sollte genau das alles sein - es in uns selber zu finden, denn es ist immer schon in uns - angelegt in unserem tiefsten Seelengrund....doch oft verschüttet durch Selbstbetrug, Verletzungen und Betrug von Außen in jeglicher Form, klein gehalten.

Nicht jeder, der uns im Außen begegnet ist tatsächlich "gut" mit uns....obwohl er die Chance, die Wahl hätte....jeder Zeit!
"So wie man in den Wald rein schreit, kommt es zurück" - trifft auch nicht den Punkt und entspricht oft nicht der Realität.
Viele von uns sind mit diesen Unarten überfordert, weil sie selber so nicht sind.

Jede Seele ist jetzt in dieser Zeit gefordert den eigenen Fluss des Lebens anzuschauen.
Sich aus trüben Gewässern zu erheben und den Blick zu klären, alles was nicht mehr echt ist abzuwaschen....ziehen zu lassen, ganz und gar.
Es ist unbedingt nötig sich ganz klar zu positionieren...wie in einem Boot, das umkippt, wenn man nicht genau am richtigen Platz steht. Balance herstellen....innen wie auch im Außen.

Das ist sicherlich für den ein oder anderen alles andere als leicht. Die gewohnten, vertrauten Wege zu verlassen macht so vielen von uns ein unbehagliches Bauchgefühl.
Das ist auch der Grund, warum dann einige kneifen und lieber "Arschengel" bleiben - denn der Blick in die Tiefe wäre zu heftig und ist tatsächlich mit Arbeit verbunden. Innere Klärung ist weder leicht noch immer schön - doch notwendig um sich selber zu erkennen mit allem Für und Wider. 

Wir wollen immer Antworten, Lösungen, wollen wissen, verstehen....und doch gibt es eben auch Zeiten wo genau nichts von all dem da ist - nur das Jetzt, der Tag, die Minute, die Sekunde....überleben.

Nicht jeder hat gelernt zu schwimmen, nicht jeder hat immer zu Kraft, nicht jeder hat immer Antworten, Lösungen....manchmal ist da einfach nichts mehr....manchmal wurde alles zerstört und die Seele gleicht einem Schlachtfeld, die gesamte Existenzgrundlage ist schwammig.
Da ist Angst....Angst vor dem Scheitern, Angst es nicht schaffen zu können....

Was zeigt uns diese Angst?
Dass wir lebendig sind und noch nicht tot....Sie macht uns vorsichtig und warnt uns vor den Stromschnellen. Doch wenn wir auf diese innere Warnung nicht hören, stürzen wir ab. Manchmal ist die Angst so groß, dass sie alles blockiert....und wir absolut unfähig sind uns zu bewegen, was aber nötig ist um nicht unter zu gehen.

Und dann, kommt unverhofft eine Hand die sich dir anbietet, ehrlich und stark. Wie ein Anker, der dir hilft zu verweilen.
Ein Gefühl in dir, das dir sagt: " Hey...das kann es so nicht gewesen sein - du bist doch wer...zeigt dich!"
Ein Mensch, eine Engelsumarmung, ein Lächeln, ein Erfolgserlebnis, ein Moment der einen wieder  zur Ruhe zu kommen lässt, weil gemeinsam, weil zusammen!
Der Ruheraum, in der man die eigenen Kräfte wieder finden kann um weiter zu machen.

Leere Worte, Versprechen werden viele unüberlegt ausgesprochen, jeden Moment - was zählt ist die Hand, das Wort das echt ist....die Tat.
Das Herz was sich zeigt im Mitgefühl und im Dasein.

Und dann geschieht etwas Neues, Großes....

Mögen die Stromschnellen noch so gewaltig sein, mögen sie jeden Einzelnen von uns beuteln....
....jeder Moment der aus dem Herzen kommt, der Anker des Mitgefühls und der TAT schenkt uns Vertrauen zurück.
Jeder schöne Moment in Frieden, jedes Erfolgserlebnis triggert unsere Selbstheilungskräfte wieder an....Kleinigkeiten die oft wichtiger sind als Geld....nämlich Menschlichkeit.

Den Lebensfluss an zu sehen, zu erkennen dass er niemals zurück läuft, sondern immer nach vorne....mal über Stöcke und Steine, mal über seichten Grund.....sanft oder reißend....mal im Dunkeln oder im gleißenden Licht der Sonne....es geht immer weiter!

Manchmal muss, soll man sich einfach treiben lassen ohne zu wissen wohin.
Das Vertrauen zu entwickeln, dass alles seinen Plan und auch seinen Sinn hat und wir eben manchmal nichts anderes machen können als abwarten....die Zeit vergehen zu lassen, ohne einzugreifen.
Für uns zu sorgen....auf allen Ebenen so gut es uns möglich ist....und zu reagieren wenn die Zeit dafür gekommen ist und dann mit ganzer Kraft und Empathie.

Aufzustehen, wenn auch gebeutelt und geschüttelt, mit ein paar grauen Harren und Falten mehr...gezeichnet - aber nie und nimmer gebrochen.

Am Boden zu sein ist keine Schande....nicht wissen wie es weiter geht ebenso wenig....
viele kennen dieses Gefühl...es ist nicht wirklich schön und tut auch nicht gut. Doch wer nie am Boden lag, kennt das Leben nicht.

Es ist wie es ist....das Leben mit all seinen Facetten....
Der Lebensfluss - ein Auf und ein Ab....
Glück oder Kummer....
Licht oder Dunkel....
Du oder ich....
Ja oder nein....
Leben ist jetzt....jeden Moment - egal wie er aussieht....er will dir etwas sagen.

Du bist das Wichtigste....du bist hier und hast eine Aufgabe....dich zu finden, dich zu lieben, dich mit allem was dich ausmacht zu positionieren und zu zeigen!
Du bist wertvoll - du bist!
Und....du bist nie alleine....denn es gibt viele von uns - denen es genau so geht.
Jetzt ist die Zeit reif, sich zu finden, sich die Hand zu reichen, und Anker zu sein.

Du bist - wir sind....gemeinsam!


Das wird uns helfen die Stromschnellen zu bewältigen....und wieder in ruhige Bahnen zu kommen....unsere gemeinsame Lebenszeit....



Donnerstag, 7. Mai 2015

** ....kriegerisch.... **


Dieses Wort verknüpft man schnell mit eher negativen Empfindungen.
Krieg hat immer etwas mit Kampf, Verlust, Leid und Schmerz zu tun.



Ja - so ist es auch...ebenso auch auf der seelischen Ebene.

Egal wo wir sind, was wir tun, wie wir es tun - immer wieder werden wir mit Kampf, Verlust, Leid und Schmerz konfrontiert.
Oft werden dabei ganz "unfaire" Waffen benützt, hinterrücks verwendet, Lug und Betrug, Hinterlist.

Das alles möchte keiner erleben müssen und doch, so viele Menschen teilen genau mit diesen Waffen aus....schlagen um sich ohne mit der Wimper zu zucken. Austeilen ja - aber einstecken nein? Was für eine Wahrheit ist das?

Was kannst du tun um das Feld des Krieges zu verlassen, den Kampf ohne großen Schaden für dich entscheiden - den inneren Kampf zu "gewinnen"?

Darfst du kämpfen? Kannst du das?
Für dich selber und das was für dich wichtig ist, für dich zählt?

Ja - auf jeden Fall!
Es geht hier um Ehre und Stolz.
Jeder Mensch hat seine eigene Wahrheit, seinen ganz individuellen Gerechtigkeitssinn.
Niemand hat das Recht ihm genau das streitig zu machen, es ihm zu nehmen.

Ehre und Stolz sind in diesen Zeiten selten geworden, viele Menschen wissen gar nicht mehr, wie sich das anfühlt.
Aber Ehre und Stolz werden immer das bleiben um was es geht.
Aufrichtigkeit, einstehen für die eigenen Ideale, sich selber treu bleiben, beständig.

Auch das ist eine Form von "kriegerisch" sein, nämlich dafür zu kämpfen und sich das nicht nehmen zu lassen.

Was Recht ist, darf und muss Recht bleiben - so war es immer schon, warum sollte das jetzt nicht mehr funktionieren?
Was das bedeutet, kann jetzt jeder für sich selber herausfinden und verinnerlichen.

Das Schwert der Gerechtigkeit, der Wahrheit in seinen Händen zu halten, bewusst die Klinge im Leben zu schwingen, das ist die Kunst....erlernbar.

Hierbei geht es nicht um Verletzung, sondern um klare Positionierung der eigenen Person.
Grenzen setzen - ein klares NEIN.

So kann ich inmitten der blühenden Kirschbäume stehen, im Tempel sitzen wo es nach Räucherstäbchen duftet und der Klang des Windes meine Seele umspielt....andächtig in mir ruhend.

Ja - da ist ein Kämpfer in mir, der sich jetzt traut für seine Sache zu kämpfen. Wenn nötig mit voller Kriegerrüstung....mit Kriegsgeschrei...
Die Klinge zu benützen um alles was hinderlich ist und schadet zu trennen. Endgültig!

Jeder Mensch hat dieses "kämpferische", diesen Anteil in sich. Viel zu oft traut man sich nicht, diesen Anteil anzunehmen und zu leben.
Doch genau jetzt ist die Zeit dafür genau richtig!

Denn alles was nicht mehr zu einem selbst gehört, was nicht echt ist, geht.
Im privaten, beruflichen und universellen Umfeld.

Genau jetzt ist es an der Zeit für sich und seine Ideale, Träume einzustehen.
Klare Grenzen zu ziehen und sich selber den Raum und Platz zu schaffen, den man für sich selber braucht.


Lasse deinen Kampfschrei erklingen - so laut, dass es jeder hören kann....vor allem du selber!


Samstag, 2. Mai 2015

** Seelengrund.... **

Wenn ich mich traue, dorthin zu gehen,
ganz tief, ganz ehrlich, ganz nah - was werde ich dort finden?


Seelengrund....



Vorbei an reißenden Gefühlsbächen, tiefen Verletzungsschluchten und scheinbar unüberwindbaren Mustern meines Lebens...Brücken aus Licht und Liebe....

Wenn ich dort all mein Sein, all meinen Schmerz, all mein Glück finden kann - wie wird das sein, wie wird sich das dann anfühlen?

Seelengrund....

Ist es dort hell oder dunkel, klar oder trüb, warm oder kalt, leblos oder lebendig?

Ich habe Angst, denn mein Kopf warnt mich dort hin zu gehen....
Ich habe Angst mich verloren zu haben, mich dort nicht finden zu können.
Wie oft ist mir diese Angst im Weg gestanden....wie oft habe ich den Zugang in diesem Wirrwarr der Erkenntnis übersehen?

Seelengrund....

Dann habe ich keine Wahl mehr und das Leben fordert Erkenntnis....

Ich traue mich jetzt dorthin zu gehen, weil alles gegangen, weg gefallen ist - was vorher mal als "sicher" galt....
Ich traue mich jetzt zu dorthin zu gehen, ganz ehrlich, ganz nah, verletzlich und neugierig - finde so viele Facetten in mir....

Alles ist jetzt sichtbar, alles ist jetzt da - jede Regung, jede Ahnung, jeder Wunsch, jedes "brauchen", jeder Traum....Schönheit

Seelengrund....

Ich fühle jetzt nur mich, sehe mich pur und nackt mit allem was da ist.
Das "ganze Paket"...mein inneres Kind....

Es wartet auf mich und fragt mich: "Wo warst du so lange?"....
Ein Gefühl von tiefem Frieden erfüllt mich und ich sehe das Lächeln meines inneren Kindes.
Ich umarme es mit einem tiefen Seufzer...endlich ankommen, umarmend, herzlich, wärmend.

Liebevoll, berührt und beseelt, angenommen und in sich gefühlt liebend fühlt sich diese Begegnung, dieser Moment so groß, so gewaltig an....so lebendig!

Seelengrund....

Dort ist es jetzt warm und hell und die Angst, ist weniger mehr Feind....sondern eher achtsamer Wegbegleiter in gebührendem Abstand....

Ich bin wieder da, noch etwas wackelig - aber neugierig und vertrauend, erkennend dass es nur darum geht, irgendwann an seinem Seelengrund anzukommen.
Manchmal mal eben nur über das Leid, den Schmerz, das Sterben, das Kapitulieren.

Alles hat Sinn, macht Sinn in diesem einen Moment. Ich habe es nicht immer so sehen können - manchmal ist es mir sehr schwer gefallen das anzunehmen.

Doch meine eigene Seele und die jedes anderen Menschen weis von Anfang an, was sie hier auf Erden braucht um zu wachsen.

Das sein zu dürfen, zu können was   i s t   ....man selbst werden und SEIN....

Dazu braucht es eben genau diesen Weg zum Seelengrund....früher oder später - aber definitiv.
Das ist die größte Chance in unserem Dasein hier auf Erden - das Glück ganz nah bei uns zu sein.

Wir sind niemals alleine....denn wir haben ja uns selbst. Unsere Seele, unser inneres Kind, unser Herz und den göttlichen Funken.

Ich lasse meinen Seelengrund jetzt leuchten wie ein Feuerwerk am dunklen Nachthimmel, jetzt ist meine ZEIT....

.... Eure Zeit - unsere Zeit des Leuchtens....jeder für sich und alle gemeinsam!

Ich habe mich getraut....dort hin zu gehen....zu meinem Seelengrund....


Samstag, 25. April 2015

** getäuscht.... **

 Der Moment, die Erkenntnis des "getäuscht" werdens - das ist so schlimm, gefühlt - erlebt.
Der Moment, die Erkenntnis das ein anderer Mensch völlig aus der Rolle fällt - ohne dass es dafür eine Erklärung von ihm gibt, gefühlt - erlebt.

Die Ohnmacht zu erfahren wie weh das tut, wie sehr das schmerzt  - ohne eine Antwort zu erhalten nach dem "warum", gefühlt - erlebt.

Da ist nichts mehr so wie es war, alles bricht zusammen, auseinander....
Das Gefühl steht auf dem Kopf und dreht sich wie in einem Karussell - ohne Halt!

Sind wir nicht alle menschlich?
Wo bleibt die Menschlichkeit?

Wie soll man aussteigen, wenn einem die Chance dazu komplett verwehrt wird und einem die Hände gebunden sind?

Wenn das eigene Leben noch in den Händen eben dieser Person liegt - in einer gewissen Abhängigkeit - diese Person noch alle Strippen zieht und man sich wahrhaft ausgeliefert fühlt....

Da fehlen dann die Worte, die Stimme versagt, das Herz bricht und das Vertrauen in das Gute im Menschen ist mit einer Handbewegung zu Nichte gemacht.

Woher diese Wut und dieser Zorn, der ausbricht wie ein Vulkan und alles verbrennt.
Da ist alles platt gewalzt durch die Willkür eines anderen.
Habe ich mich so getäuscht in diesem Menschen?


Wo ist die Möglichkeit dieser Willkür zu entgehen - den Spuk zu beenden - so unbeschadet wie möglich?

Manchmal ist alles was bleibt gähnende Leere, Verzweiflung und Not.

Wenn man in sich selber fühlen kann, dass man so nicht ist und sich auch nie so verhalten würde...welche Wege geht man dann? Wie kann man seine Emotionen wieder sortieren, heilen?

Liebe kann man nicht auf Knopfdruck abstellen - doch auf Grund vieler negativer Erlebnisse die einem zugefügt wurden - verändert sich die Liebe zu diesem Menschen.

Man geht in den Rückzug und in die Distanz - bis hin zur völligen Abkapselung. Wer möchte immer wieder verletzt werden....?
Man kann nur verletzt werden wenn man es zulässt?
Dem kann ich nicht in dieser Form zustimmen...

Man kann nicht immer gleich Konsequenzen ziehen....gehen - alles hinter sich lassen. Oft ist man in Verbindungen wie Arbeit, Partnerschaft gebunden - alles braucht seine Zeit das auseinander zu dividieren. Dann geht es in aller Linie darum wie ich das löse...

Absichtlich getäuscht, genötigt zu werden ist niemals fair und hat nichts mit Liebe zu tun.
Die Erkenntnis dann - den anderen "geliebten", vertrauten Menschen so zu erleben ist sehr schmerzhaft.
Doch es dient nur dazu, den eigenen Wert in sich selber anzuerkennen und alles dafür zu tun bei sich selber zu bleiben...so gut es geht, was wahrlich nicht immer einfach ist.

Ja - man kann verzeihen und gütig sein, doch es ist unendlich wichtig die eigenen Grenzen zu kennen und sie auch klar und auch wenn nötig "lauter" zu verteidigen.

Immer lieb und gut - geduldig und freundlich ist eben bei manchen Menschen vergeudete Zeit und "gut will"....

Es ist jetzt eben nicht mehr die Zeit des "alles an Nehmens" sondern die Zeit der klaren Positionierung der eigenen Person und das authentische Handeln.
Diese Positionierung verträgt kein "getäuscht" werden mehr - keine Lügen - keine Ausreden.

Somit darf und muss jetzt alles gehen....gänzlich, was der Menschenseele weh tut, schmerzt und verletzt.

Vorbei des "getäuscht" Seins - vorbei das Alte - voran mit Mut in das Neue....gefühlt ungewohnt....

....doch....

Ich bin ich - habe mich nicht in mir getäuscht....das bleibt!

Denn meine Liebe  i s t   - gefühlt erlebt!