Translate

Sonntag, 9. August 2015

** Frei sein..... **

Ich fühle diese Welt um mich herum, den Druck von Außen immer näher rücken....
Ich schaue aus meinem Fenster, schau nach draußen und wundere mich ob das mein Leben ist.

Alles geschieht so schnell, so heftig - vieles lässt einen kaum mehr atmen, wie kann ich diesen Weg verlassen - wie kann ich frei sein?

So habe ich mich entschlossen alles Alte, alles was hindert und beklemmend ist hinter mir zu lassen, wissend vergebend, wissend dass meine Seele jetzt Platz, Raum und Frieden braucht.....

Alles was ich will ist, den Wind in meinen Haaren zu spüren. Die Arme, mein Herz zu öffnen. Den Schmetterlingen beim fliegen zuzusehen, den wilden Pferden bei ihrem Galopp über die weiten Wiesen zu folgen, den Duft von frischem Heu einzuatmen und im Sonnenuntergang zu sitzen.

Alles was ich will ist bedenkenlos, sorglos jeden Moment, jeden Tag zu erleben, einfach meinem Herzen folgend, so wie das Plätschern des Wasserfalls über jedes Hindernis hinweg.

Alles was ich will ist, meinen Gefühlen treu zu sein, so wie die Augen eines liebenden Tieres, das nicht bewertet. Eine wahrhafte Umarmung zu erfahren ohne Angst vor Verrat.

Frei sein, im innen wie im außen - das gefühlt ist unersetzlich.
Meine innere, eigen Liebe zu allem und jedem was mich umgibt, hinzusehen zu den Dingen, die oft unscheinbar wirken und doch so unsagbar echt sind - so wichtig...mögen sie noch so winzig erscheinen.

Den Blick zu schulen für das Wesentliche, den Zauber dessen was ist - sein kann im Zulassen - im jetzt!

Frei sein im Herzen, der Seele, dem Handeln - ganz und gar, einfach DASEIN....

Mich vertrauensvoll dem Wunder des "ich bin" hingeben - immer und immer wieder....

Wie Schmetterlinge, die sich nach der Metamorphose im leuchtendem Kleid einfach sind....leicht....wundervoll....einzigartig - mal hier mal da....

Wie wilde Pferde, die einfach laufen, galoppieren....auch mal ungestüm wohin sie wollen....einfach so.

Frei sein, das will ich jetzt.

Sprenge alle Ketten und verlasse den alten Weg, mache mich auf zu meinem neuen Weg der Freiheit, mit allen Sinnen - jeden geschenkten Moment!


Sonntag, 19. Juli 2015

** Schattentanz ins Licht **

Einst waren wir alleine - wir sollten uns finden....eine Weile die Tanzschritte des Lebens üben.
Wir sollten und finden und eine Weile zusammen schwingen.
Wir sollten uns bewegen - mal langsam, mal schnell - gemeinsam im Takt miteinander.

Zwei Schatten wurden eins - hielten sich fest im Tanz des Lebens.
Zwei Schatten - gemeinsam auf Wegen, die von uns viel abverlangten, uns manchmal aus dem Takt brachten, uns manchmal zerbrachen und uns intensive Erlebnisse schenkten.

Wir sollten uns finden, uns an der Hand nehmen und gemeinsam die Höhen und Tiefen bestehen....aneinander lernen und wachsen....

Dann hatten wir uns gefunden....und doch war der Tanz nicht synchron.
Wir kamen aus dem Takt und sind zu oft über die Füße des anderen gestolpert....die Schatten wurden größer, heftiger und so unnahbar in manchen Momenten.

Beim Tanz gibt es immer einen der führt und einen der sich führen lässt...sich halten lassen.
Wenn das nicht stimmig ist und passt, dann gerät alles aus dem Takt.

Das zusammen schwingen nahm ein jähes Ende....schmerzhaft war das hinfallen und das aufstehen so beschwerlich....

So wurde aus dem Tanz der Schatten ein Aufbrechen jedes Einzelnen. Ein Heraustreten aus alten, vertrauten Schritten in ein neues Licht, ein neues Lied beginnt zu spielen.

Jetzt tanzt jeder dieser Schatten für sich alleine - bestimmt den Takt der Melodie seines Lebens ganz für sich alleine.

Es tanzt sich gut in manchen Augenblicken so alleine, frei und ohne Führung...
Und doch macht es zusammen so viel mehr Freude....wenn es passt.

So tanzt der Schatten, der einst meiner war noch ein wenig humpelnd zur neuen Melodie
seinen eigenen Takt....


Und so weicht der Schatten dem Licht....hinein in ein neugeborenes ICH-BIN....beschwingt und leichtfüßig, vertrauensvoll hingebend in den Takt des Lebens....


Sonntag, 21. Juni 2015

** Erwachen.... **

So viele Wege gegangen, sich so oft verlaufen....
So viele Hürden, immer wieder - so oft gestolpert....
So intensiv geglaubt und wieder herausgefallen....
So viele Erlebnisse, die sich zu verwirrenden Mustern verstrickt haben, so oft gemerkt, dass es der eigenen Seele nicht entspricht....

So oft gewartet, hoffend - mal mehr oder weniger geduldig, dass das eigene Leben leicht sein werde....so oft auf den Boden der Realität gefallen....

Das Leben fühlen, jeden Moment mit all seinen Facetten, zu spüren was "leben" einfach ist.

So viel erfahren um daraus zu lernen - oft über den Schmerz.
So viel innere Arbeit getan um zu begreifen um was es geht.

So viele Up´s und Down´s - Achterbahnfahrt....

Und dann kommt ganz unverhofft, nicht geplant, nicht bestellt - nicht mehr dran geglaubt, dieser eine Moment....und plötzlich ist einfach alles anders.
Ver - rückt, nicht zu beschreiben...wie von Zauberhand geführt, unfassbar vom Kopf her....nur das Herz, die Gefühle.....jetzt!

Das Feuerwerk im Bauch, im Herzen mal leise und auch laut - so intensiv und echt....weil alles passt. Einfach perfekt.

Auf einmal macht alles einen Sinn....gefühlt....nicht einfach nur so daher gesagt.
Alle Gefühle überrennen dich und du merkst wie du dich mit deinem Sein einschwingst....nur du....mit dir....so wie du tickst, bist, fühlst....und es fühlt sich so so gut an....echt und wahr!

Du bist aufgewacht....erwacht....

Alle Zweifel, Ängste...alle Muster brechen auf, fallen einfach ab und du bist frei....leicht...
Alle Anteile in dir verknüpfen sich zu einem Ganzen....Du bist und das ist es!

Dieser Moment ist deine "Neugeburt" - das DASEIN, das HIERSEIN in reinster Form.
Dieser Moment, wenn du fühlst, das sich jeder Weg, jede Hürde gelohnt hat für das Geschenk das du jetzt erfahren darfst....

Glaube bitte nicht, dass dein Weg zu Ende ist, wenn du feststeckst, am Boden liegst und es aussichtslos aussieht. Es kommt dieser eine Moment - ganz sicher....auf den deine Seele immer schon gewartet hat.

Dann geschehen Wunder....all das was du dir gewünscht hast - im Herzen leise getragen hast....wird sein. Du wirst es fühlen....und dann liegt es an dir ob du dir selber vertraust und nur noch nach deinem Gefühl lebst....

Da werden Menschen in dein Leben treten, ganz sicher gefügt von unserer Schöpferquelle, die dich durch ihr Sein zum Klingen bringen. Ungeahnte Anteile zum Schwingen bringen....
Wir verändern uns und wandeln uns von dem was wir sind zu dem was wir sein können.....

Einfach Liebe....





Dienstag, 9. Juni 2015

** ....dann eben nicht.... **

Erkennen und fühlen, dass man manchmal an bestimmten Umständen, Personen und Situationen nichts ändern kann - ist frustrierend.
Vor allem, wenn es für einen selber eher weniger schöne Konsequenzen hat.

Man kann es immer wieder versuchen mit dem Glauben an das Gute - nicht aufgeben...sich immer wieder bemühen...merken, dass es einfach zwecklos ist....ein trauriges Gefühl das bleibt.

Immer wieder scheitern, was kann man daraus für sich lernen?

Scheitern bedeutet einfach nur, dass der gegangene Weg nicht der "richtige" war....und doch so wertvoll um daran zu wachsen.
Leider sind die Momente des Erkennens oft sehr schmerzhaft und brauchen eine Weile um sich in was Neues, Schönes wandeln zu können...er liegt in unserer Hand.

Ohne bewerten zu wollen ist das Scheitern eine wichtige Erfahrung, und selten erkennen wir diesen Anteil in unserem Leben als völlig normal und essentiell wichtig an.

Wie geht man damit um, wenn man scheitert?

Auf keinen Fall ist es nötig sich selber zu verurteilen, geschweige sich selber und die eigenen Werte zu verraten...niemals!

Jede Seele hier auf Erden ist eben auf unterschiedlichen Erfahrungsstufen und daher auch mit einem unterschiedlichen Bewusstsein dazu unterwegs...

Wenige Seelen sind dauerhaft auf einem gemeinsamen Level. Das wäre ja zu einfach....und doch ist es so heilsam wenn man in gleicher Resonanz schwingen kann....

Manchmal entwickeln sich Menschen so komplett in andere Richtungen, dass man es kaum glauben kann.
Gerade in Partnerschaften oder langjährigen Bindungen egal in welcher Form, trennt sich jetzt alles radikal, was nicht mehr in das eigene Leben, das eigene wirkliche Bewusstsein passt.

Wenn eine Seele einfach nicht mehr mitschwingt, nicht mehr will - warum auch immer - das ist in Ordnung, tut auch weh - doch diese Option hat jeder zu jeder Zeit.

Es kommt in diesem Leben einfach nur immer wieder auf das "wie" an.

....dann eben nicht....

Jeder darf und soll, kann sich selber finden, erfahren - das ist nötig und wichtig.
Doch auf keinen Fall auf Kosten einer anderen Seele.

Einen anderen Menschen ohne Respekt und Achtung fallen zu lassen, zu quälen, das ist nicht in Ordnung. Es zeigt nur, wo dieser Mensch gerade für sich selber steht.
Die Liebe zu einer Seele "sterben" lassen zu müssen, sich abzuwenden aus Eigenschutz und neue Wege zu gehen, das ist alles andere als einfach oder schön.

....dann eben nicht....bedeutet ein klares "Nein" zu genau diesen Menschen, zu so einer Situation die nicht mehr stimmig ist. Alles was verletzend auf uns wirkt, dient nur dazu, die Erkenntnis zu haben, was wir definitiv nicht mehr wollen und brauchen - was uns hindert nach vorne zu gehen....

Ein ganz ehrliches und klares "Ja" zu uns selber ist die größte Chance überhaupt - ebenso, dass wir uns verzeihen und vergeben.
Das Loslassen von Menschen, Dingen und Situationen die man innig geliebt hat - uns aber jetzt am Atmen hindern...ist dann nicht mehr zu umgehen.

Das Leben ist Bewegung und im dauernden Wandel.
Nimm es in deine eigene Verantwortung, in deine eigene Hand.
Sei dir selber beständig treu und lasse dich durch ein Scheitern nicht ausbremsen.

Sei sicher, die wichtigste Aufgabe in deinem Leben ist dich selber zu lieben, dich selber
wertzuschätzen, bei dir zu sein und zu dir und deinen Träumen und Wünschen zu stehen.

Atme tief ein und lange aus....immer und immer wieder - bis dir klar wird, dass du ohne deinen Atem nichts bist....atme den Moment....atme und fühle....


...."dann eben nicht" wird zu einem "dann eben nicht so - doch dann auf ein Neues, eben anders! 


Donnerstag, 4. Juni 2015

** Momente... **

Zeit heilt nicht alle Wunden - nein, so ist das nicht....auch wenn das so oft gesagt wird.

Es gibt verschiedene Arten von "Lebenswunden".....die einen sind körperlich, die anderen seelisch.
Oft kann man die körperlichen Wunden beheben, korrigieren, medikamentös behandeln....doch alles ist nicht reparabel.
So ist es auch mit unserer Seele.

Unsere Seele ist zart, weich und empfindsam....wie oft wird sie verletzt, durch uns selber oder durch andere.
Weil wir es noch nicht besser wissen wie es geht, verrennen wir uns manchmal im Außen statt zu uns zu kommen. Können noch nicht fühlen oder erkennen was wirklich zu uns gehört, was uns ausmacht.

Momente....Situationen die zu uns kommen, zwingen uns regelrecht in die Knie....wollen uns nichts "antun" - doch bringen sie uns so oft über unsere Grenzen dessen, was wir meinen aushalten zu können und darüber hinaus.

Da hilft auch kein Medikament, dass den "Zustand" herunterdrückt oder dämpft. Denn der Wahrheit ins Gesicht zu sehen, schonungslos - das ist sehr anstrengend und heftig, manch einer traut sich das einfach nicht zu, hat Angst vor sich selber....oder ist einfach überfordert, denn nach innen zu sehen bedeutet Arbeit und Ehrlichkeit sich selber gegenüber.

Momente des Erkennens...Momente nur für sich, ganz alleine....eine Weile....durch das Tal gehen....mit allem was eben dann auf diesem Weg liegt....das ist es, was uns wieder "heil" werden lässt. Der Abstand zu den Ereignissen die uns so traurig machen....die schönen Momente im Leben, die es gibt.

Zeit heilt nicht alle Wunden - sie dient uns dazu den Abstand zuzulassen, zu erfahren und anzunehmen....zu vergeben - vor allem sich selber und weiter zu gehen.
Diesen Weg und diese Momente gefühlt zu erfahren bergen einen riesige Chance....für das Neue, was vor uns liegt - was wir nicht immer gleich sehen können.

Momente vergehen, manche bleiben ein Leben lang in unserer Seele verankert....so oder so....die Zeit heilt nicht alle Wunden, doch sie schenkt uns die Möglichkeit die Dinge mit anderen Augen zu sehen, den Blickwinkel zu verändern und mit Schmerz besser umzugehen.
Schmerzhafte Momente werden leiser....manche verblassen und haben irgendwann keine Macht mehr über uns.

Man kann vieles "verlieren" was einem wichtig und lieb war....diesen "Verlust" kann man auch mit nichts ersetzen, nicht beschönigen....das sind die irreparablen Wunden.
Doch wenn die Zeit der Trauer und des Schmerzes gehen....das Loch bleibt - wir können es mit Herzenswärme und Eigenliebe füllen...Schritt für Schritt, Moment für Moment....das ist unsere Aufgabe.


Du musst nichts tun.....lass dir nichts anderes einreden....
Alles darf sein....damit du dich finden kannst....
Sei mutig und trau dir selber zu, dass deine Seele den richtigen Weg weis....
Werde ruhig und höre ihr zu....lausche....
Nehme dir soviel Zeit wie du brauchst um wieder in deine Mitte zu kommen....
Gehe dem nach, was aus deinem Herzen kommt und lasse dein Licht leuchten....
Fühle deine Liebe, deine Wünsche und Träume....sprenge die Grenzen deines Denkens....

Schenke dich dir selber....ganz und gar....Moment für Moment!





Sonntag, 31. Mai 2015

** ...wie in Watte.... **

Wie in Watte eingepackt....fluffig und tuffig....leicht und zart?
NEIN!

Wie in Watte, eingehüllt und gar nicht wirklich da....


Alle Geräusche sind anderes, alle Gerüche und Gefühle....wie abgeschottet....wie in einer Schutzhülle....

Wie in Watte eingepackt....fluffig und tuffig....leicht und zart?
NEIN!

Alles verändert sich, alles arbeitet und ist in dauernder Bewegung, Schwingung.
Nichts ist mehr wie es wahr....nichts fühlt sich mehr so an....alles ist wie in einem Übergang zu etwas Neuem....nicht bekannten - schwebender Zustand.

Wie in Watte eingepackt....fluffig und tuffig....leicht und zart?
NEIN!

Gefühle, Empfindungen, Eindrücke und Sinne verstärken sich....rufen gerne immer wieder die "alten" Muster ab....wollen bedient werden....

Doch nichts ist mehr wie es wahr....nichts fühlt sich mehr so an....alles ist wie in einem Übergang zu etwas Neuem....nicht bekannten - schwebender Zustand.
Ein "ungewohntes" Bauchgefühl....ein leiser Schubs unserer Seele....ein durchatmen....und einfach "machen"....

Wie in Watte eingepackt....fluffig und tuffig....leicht und zart?
NEIN!

Gefühlt ist es nicht leicht....auszubrechen aus den Mustern....abzugeben und hinter sich zu lassen, was nicht mehr zu uns gehört....
Wann war es schon leicht neue Wege zu gehen?
Wann?
Wer war schon jemals so mutig sich einfach in die Fluten zu stürzen ohne zu wissen ob das Wasser tief genug ist?

Wie in Watte eingepackt....fluffig und tuffig....leicht und zart?
NEIN!

Das JETZT ist weder leicht noch fluffig und tuffig....auch nicht zart.
NEIN - es ist aufwühlend, rüttelnd und schüttelnd. Zutiefst berührend und existenziell manches Mal so heftig.
Der Prozess des Erkennens....wenn sich die Puzzleteile finden....der Moment des Verstehens....oder der Raum dazwischen.....das was bleibt, wenn man einfach loslässt....einfach vertraut....auch manchmal abstürzt und sich wieder erhebt.

Wie in Watte eingepackt....fluffig und tuffig....leicht und zart?
NEIN!

Unsere Seele weis genau was sie braucht, nur unser Ego kontert immer wieder mit schlauen Ratschlägen...versucht uns permanent zu kontrollieren und zu sabotieren.

Der Zustand wenn man sich wie in Watte eingepackt fühlt - das ist der Übergang....der Schutzraum, das Fleckchen Ruhe und Rückzug das wir brauchen um ganz bei uns sein zu können. Und da sollen wir auch bleiben wollen....dürfen....atmen....nur das....Sein....
Einfach hineinfallen lassen....schwebend....leicht, zart....fluffig und tuffig....

...und ein klares NEIN zu allem was mir schadet - ein klares JA zu mir selber!

Alles darf sein, durch mich durchfließen....muss nicht mehr bleiben....kann betrachtet werden auf dem Weg zu mir....meinem neuen ICH....das was immer schon leuchten wollte....wird jetzt geboren....

Wie in Watte eingepackt....fluffig und tuffig....leicht und zart?
JA....ich nehme es an und lasse das Leben durch mich hindurch wirken....jeden Moment so bewusst wie es eben geht....

Schritt für Schritt....Augenblick für Augenblick....ein Atemzug um den nächsten....zurück in mein neues Leben....eine neue Chance!



JETZT!


Sonntag, 24. Mai 2015

** Stromschnellen..... **

Das Leben ist wie ein Fluss....mal ruhig plätschernd, sanft -  mal reißend und wild....
Am angenehmsten ist es, wenn es sanft ist....das Leben....ohne Stress und schlimme Erlebnisse.

Doch wer kann das schon haben?
Bei wem läuft das Leben so ruhig ab, dass er sich um nichts sorgen muss.

Das Flussbett unseres Lebens ist so vielseitig - mal breit, mal schmal - leicht zugänglich oder schwer zu begehen. Wenn wir uns auf unserem Lebensweg umschauen, was sehen wir dann?
Können wir die Wege sehen oder sind sie oft verborgen?
Sehen wir das Licht, den Weg oder ist er noch nicht sichtbar, verhangen von den Ecken und Kanten, den Schlupfwinkeln?

Plötzlich endet das, was vorher im Fliessen war, oder es geht auf ein Mal steil nach unten....ohne Vorwarnung....haben wir es nicht gefühlt oder gesehen?
Haben wir unser Bauchgefühl mit der Stimme unseres Ego´s überredet?
Wie oft wird uns von anderen Menschen etwas erzählt, was sie selber nicht erlebt haben oder man will uns manipulieren....oft sehr gewaltsam.

Wir sind in dieses Leben geboren und gerade jetzt tun sich so viele Seelen so schwer mit dieser großen Veränderung, die uns alle betrifft.
Nicht ist mehr wie es war...egal in welchen Lebensbereichen.
Oftmals sind die Stromschnellen so gewaltig, dass wir aus dem ruhigen, plätschernden einfach heraus raus-gerissen werden, manchmal sogar fast untergehen....

Dieses Untergehen, das Raus gerissen werden birgt zwei Möglichkeiten....unter zu gehen oder zu "schwimmen" mit allem was bleibt....man selbst als Person.
Die Kraft aufzubringen darauf zu vertrauen, dass es weitergeht....auch wenn alles verschwommen und undurchsichtig ist.

Diese Kraft aufzubringen - das ist eine große Herausforderung.
Denn dies bedeutet ganz zu sich zu kommen und bei sich zu bleiben. Das haben wir nicht gelernt....wir sind anders "gepolt" worden....auf Bequemlichkeit und Gewohnheit.
Wie viele von uns fühlen sich klein und nichtig....wie oft wurde uns genau das untergejubelt und glaubend gemacht.

WAS brauchen wir wirklich?
WAS suchen wir tatsächlich?
WAS ist das, was ganz tief in uns nach Erlösung ruft?
Wie können wir diesem Rufen nachgehen?

Die Suche nach innerem Frieden, nach Anerkennung und nach Liebe ist wohl in jedem von uns am rufen, mal leise - mal laut....und unser größtes Ziel sollte genau das alles sein - es in uns selber zu finden, denn es ist immer schon in uns - angelegt in unserem tiefsten Seelengrund....doch oft verschüttet durch Selbstbetrug, Verletzungen und Betrug von Außen in jeglicher Form, klein gehalten.

Nicht jeder, der uns im Außen begegnet ist tatsächlich "gut" mit uns....obwohl er die Chance, die Wahl hätte....jeder Zeit!
"So wie man in den Wald rein schreit, kommt es zurück" - trifft auch nicht den Punkt und entspricht oft nicht der Realität.
Viele von uns sind mit diesen Unarten überfordert, weil sie selber so nicht sind.

Jede Seele ist jetzt in dieser Zeit gefordert den eigenen Fluss des Lebens anzuschauen.
Sich aus trüben Gewässern zu erheben und den Blick zu klären, alles was nicht mehr echt ist abzuwaschen....ziehen zu lassen, ganz und gar.
Es ist unbedingt nötig sich ganz klar zu positionieren...wie in einem Boot, das umkippt, wenn man nicht genau am richtigen Platz steht. Balance herstellen....innen wie auch im Außen.

Das ist sicherlich für den ein oder anderen alles andere als leicht. Die gewohnten, vertrauten Wege zu verlassen macht so vielen von uns ein unbehagliches Bauchgefühl.
Das ist auch der Grund, warum dann einige kneifen und lieber "Arschengel" bleiben - denn der Blick in die Tiefe wäre zu heftig und ist tatsächlich mit Arbeit verbunden. Innere Klärung ist weder leicht noch immer schön - doch notwendig um sich selber zu erkennen mit allem Für und Wider. 

Wir wollen immer Antworten, Lösungen, wollen wissen, verstehen....und doch gibt es eben auch Zeiten wo genau nichts von all dem da ist - nur das Jetzt, der Tag, die Minute, die Sekunde....überleben.

Nicht jeder hat gelernt zu schwimmen, nicht jeder hat immer zu Kraft, nicht jeder hat immer Antworten, Lösungen....manchmal ist da einfach nichts mehr....manchmal wurde alles zerstört und die Seele gleicht einem Schlachtfeld, die gesamte Existenzgrundlage ist schwammig.
Da ist Angst....Angst vor dem Scheitern, Angst es nicht schaffen zu können....

Was zeigt uns diese Angst?
Dass wir lebendig sind und noch nicht tot....Sie macht uns vorsichtig und warnt uns vor den Stromschnellen. Doch wenn wir auf diese innere Warnung nicht hören, stürzen wir ab. Manchmal ist die Angst so groß, dass sie alles blockiert....und wir absolut unfähig sind uns zu bewegen, was aber nötig ist um nicht unter zu gehen.

Und dann, kommt unverhofft eine Hand die sich dir anbietet, ehrlich und stark. Wie ein Anker, der dir hilft zu verweilen.
Ein Gefühl in dir, das dir sagt: " Hey...das kann es so nicht gewesen sein - du bist doch wer...zeigt dich!"
Ein Mensch, eine Engelsumarmung, ein Lächeln, ein Erfolgserlebnis, ein Moment der einen wieder  zur Ruhe zu kommen lässt, weil gemeinsam, weil zusammen!
Der Ruheraum, in der man die eigenen Kräfte wieder finden kann um weiter zu machen.

Leere Worte, Versprechen werden viele unüberlegt ausgesprochen, jeden Moment - was zählt ist die Hand, das Wort das echt ist....die Tat.
Das Herz was sich zeigt im Mitgefühl und im Dasein.

Und dann geschieht etwas Neues, Großes....

Mögen die Stromschnellen noch so gewaltig sein, mögen sie jeden Einzelnen von uns beuteln....
....jeder Moment der aus dem Herzen kommt, der Anker des Mitgefühls und der TAT schenkt uns Vertrauen zurück.
Jeder schöne Moment in Frieden, jedes Erfolgserlebnis triggert unsere Selbstheilungskräfte wieder an....Kleinigkeiten die oft wichtiger sind als Geld....nämlich Menschlichkeit.

Den Lebensfluss an zu sehen, zu erkennen dass er niemals zurück läuft, sondern immer nach vorne....mal über Stöcke und Steine, mal über seichten Grund.....sanft oder reißend....mal im Dunkeln oder im gleißenden Licht der Sonne....es geht immer weiter!

Manchmal muss, soll man sich einfach treiben lassen ohne zu wissen wohin.
Das Vertrauen zu entwickeln, dass alles seinen Plan und auch seinen Sinn hat und wir eben manchmal nichts anderes machen können als abwarten....die Zeit vergehen zu lassen, ohne einzugreifen.
Für uns zu sorgen....auf allen Ebenen so gut es uns möglich ist....und zu reagieren wenn die Zeit dafür gekommen ist und dann mit ganzer Kraft und Empathie.

Aufzustehen, wenn auch gebeutelt und geschüttelt, mit ein paar grauen Harren und Falten mehr...gezeichnet - aber nie und nimmer gebrochen.

Am Boden zu sein ist keine Schande....nicht wissen wie es weiter geht ebenso wenig....
viele kennen dieses Gefühl...es ist nicht wirklich schön und tut auch nicht gut. Doch wer nie am Boden lag, kennt das Leben nicht.

Es ist wie es ist....das Leben mit all seinen Facetten....
Der Lebensfluss - ein Auf und ein Ab....
Glück oder Kummer....
Licht oder Dunkel....
Du oder ich....
Ja oder nein....
Leben ist jetzt....jeden Moment - egal wie er aussieht....er will dir etwas sagen.

Du bist das Wichtigste....du bist hier und hast eine Aufgabe....dich zu finden, dich zu lieben, dich mit allem was dich ausmacht zu positionieren und zu zeigen!
Du bist wertvoll - du bist!
Und....du bist nie alleine....denn es gibt viele von uns - denen es genau so geht.
Jetzt ist die Zeit reif, sich zu finden, sich die Hand zu reichen, und Anker zu sein.

Du bist - wir sind....gemeinsam!


Das wird uns helfen die Stromschnellen zu bewältigen....und wieder in ruhige Bahnen zu kommen....unsere gemeinsame Lebenszeit....